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Only perfect on the outside

Ein Mädchen, von außen perfekt, innerlich zerbrechlich. Sie kommt in die Schule, macht ihren Job, spielt die glückliche, positive, vorbildliche Schülerin, doch wenn sie nach Hause kommt bricht sie in sich zusammen. Alles kommt hoch, alles was sie in sich angestaut hat möchte raus, sie möchte schreien, „dadurch wird es besser“, denkt sie sich, doch es wird nur noch schlimmer. Sie atmet tief ein und aus, doch es hilft nichts, es kommen nur mehr und mehr Gedanken auf.  „Was mache ich jetzt?“  „Wie soll ich das bewältigen?“  „Wieso passiert es mir?“  „Wieso muss ich leiden? Es wird nur noch schlimmer, ich kriege das nicht hin.“ Ihre Hände zittern und sie macht fröhliche Musik an in der Hoffnung, dass ihre Laune zur Stimmung der Musik wechselt, dass sie das spürt, was der Sänger beim Schreiben fühlte, das tat sie immer, doch diesmal klappte es nicht. Die Musik ging an ihr vorbei, sie konnte keinen einzigen Ton aufschnappen. Ihr Herz raste immer schneller und schneller, ihre Tränen flossen mehr und mehr, doch sie konnte nichts dagegen tun, sie musste es mit sich geschehen lassen. „Wieso bin ich so emotional?“ „Wieso kann ich nicht normal reagieren wie Andere?“, dachte sie sich und sackte in sich zusammen und wartete bis die Last von ihrer Schulter von alleine fallen würde, doch das würde nicht so einfach passieren.

Sie ist eine schl*mpe

Wer hat diesen Satz noch nicht gehört? Ob von Fremden oder von deinen eigenen Freunden, eher selten ist dies jedoch an einen selbst gerichtet. 

Doch was ist überhaupt eine Schl*mpe?

Als Schlampe bezeichnet man eine Frau mit vielen wechselnden Sexualpartnern (Pomiskuität).

Doch als was benutzen wir diesen Begriff in unserer Gesellschaft? Ein Mädchen das sich freizügig anzieht, ihren Style auslebt.

Dazu möchte ich euch eine Geschichte erzählen, die mir erst vor ein paar Wochen passiert ist, jedoch der Auslöser für diesen Post war. 10 Klasse. Wir bekamen unsere Paten zugewiesen und gingen alle völlig neutral an die Sache ran, immer hin wussten wir nichts über die Siebtklässler, außer ihre Namen. Wir riefen alle nacheinander unsere Paten auf und so kam auch ich an die Reihe. Sie stand auf und sie sah aus wie ein sympathisches kleines Mädchen (auch wenn sie größer ist als ich), die einen neuen Lebensabschnitt anfangen wollte, alles hinter sich lassen. Plötzlich sagte ein Junge hinter mir "deine ist eine Schlampe" und ja in unserer Klassengemeinschaft machen wir oft Witze über solche Themen, doch er hat es komplett ernst gemeint und er war nicht der Einzige der mir das an dem Tag mitgeteilt hatte. Menschen und andere Mädchen die selbst bauchfrei tragen meinten zu mir, dass sie eine Schl*mpe ist. Und kommen wir jetzt auch zum Punkt, sie ist eine Schlampe weil sie ihren Bauch zeigt, ein 12 jähriges Mädchen.

Und das zeigt, dass wir Menschen oft nicht nachdenken bevor wir reden, obwohl wir genau wissen das keine Gewalt der Welt jemals mehr wehtun wird als Worte. Manche Mädchen beschweren sich, dass sie von Jungs nur sexualisiert werden, obwohl sie selbst das gleiche bei anderen Mädchen tun. Andere Jungs fühlen sich in der Position Mädchen Schlampe zu nennen. Wir sind alle Menschen, wieso müssen wir uns das Leben gegenseitig so schwer machen? Tut man es weil man eifersüchtig auf die Person ist? Tut man es um sich besser zu fühlen? Was auch immer es ist, wir werden es nie wissen, doch wir alle können dazu beitragen es zu vermeiden.

Ich würde selbst niemals bauchfreie Klamotten in der Schule anziehen, aber habe ich deswegen das Recht über andere zu urteilen?

Luna Darko/Myko. Gedanken in der Nacht ~ book review 🌙

Hey (ich muss mir echt langsam eine Begrüßung ausdenken, ups),
Ich weiß, ich weiß, mittlerweile ist schon der dritte Teil von Lunas Buchreihe draußen und so weit ich weiß schreibt sie gerade sogar schon am vierten und fünften Buch. Zum dritten Teil kommt natürlich auch bald eine Review, doch lass es uns erstmal langsam angehen und mit dem zweiten Teil beginnen - Myko. Gedanken in der Nacht.

Kurze Zusammenfassung

Myko. Gedanken in der Nacht ist die Fortsetzung des Romanes "Vergessene Kinder" von Luna Darko, der im Jahre 2017 veröffentlicht wurde. Nach dem Pia ihre "wahre Familie" für sich gefunden hatte, zog sie mit ihnen zusammen nach Tokio, in der Hoffnung ein besseres Leben führen zu können. Das Buch spielt sich mitten in der Nacht ab, wo die Protagonistin wieder mal nicht schlafen kann und mit ihrer inneren, negativen Stimme, Myko über verschiedene Themen diskutiert.



,,Wir müssen diese Welt zum Paradies machen, nicht nach unserem Tod auf eines hoffen."

Meine Meinung

,,Ich habe alles, wonach ich mich immer gesehnt habe, gefunden, als ich nicht danach gesucht habe..."

Anfangs war ich der Meinung, dass der Aufbau des Buches nichts für mich sein würde, da ich unter anderem die Art der Erzählung im ersten Teil besser fand. Dennoch, auch wenn es erst etwas ungewohnt war, gewöhnte ich mich mit der Zeit an den Schreibstil. Ich fand die Themen die diskutiert wurden echt interessant und auch gewagt. Deswegen war es auch umso besser, dass sie keine Scheu hatte diese in ihrem Buch zu thematisieren. Klar, ich habe nicht mit allem übereingestimmt, aber ist das nicht das Gute? Wie langweilig wäre es, wenn ich komplett die selben Gedanken und Standpunkte wie die Protagonistin hätte? Durch den Roman habe ich andere Standpunkte kennengelernt und auch oft meine Ansichten überdacht. Deswegen rate ich euch Myko. Gedanken in der Nacht eine Chance zu geben und in die Gedanken von Pia einzutauchen.



"If I see integrity and heart in you, you got all my respect; dishonesty and greed is fear, the fear of not getting enough, and you can not hide that from me."