Pages

Oase der Großstadt

Hey,
Frohes neues Jahr! Ich hoffe ihr hattet einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein schönes Silvester. Diese Geschichte habe ich ursprünglich für einen Wettbewerb geschrieben. Ich wollte sie trotzdem mit euch teilen und hoffe das sie euch gefällt. Viel Spaß ^^!

Es war ein warmer Sommertag im Juni. Die Ferien hatten vor einigen Tagen begonnen und ich hatte mir mit meiner besten Freundin Julia schon große Pläne gemacht. Wir wollten am Samstag zelten gehen und einfach das schöne Wetter und die frische Luft genießen. Endlich war es soweit. Ich packte meine Sachen und sprintete aus der Tür. Ich konnte es kaum erwarten sie nach so langer Zeit wieder zu sehen. Schon von weitem sah ich ihre roten Haare im Wind wehen. Sie winkte mir mit einem großem Grinsen im Gesicht zu und kam ebenfalls auf mich zu gerannt. Wir umarmten uns und machten uns auf den Weg. Als wir da waren bauten wir unser Zelt an einem abgelegenen Ort im Wald auf. Gerade als es dunkel wurde hatten wir unser Zelt aufgebaut und wollten reingehen, bis Julia etwas entdeckte. „Isabella siehst du das auch?“, flüsterte sie mir zu. Ich konnte erst nichts entdecken, doch als ich näher schaute sah ich etwas leuchtendes. „Ja, ich sehe es“, flüsterte ich ihr zurück. Wenn man daran zurück denkt, war es ziemlich leichtsinnig von uns, aber wir signalisierten uns mit Blicken das wir darauf zu gehen wollten. Also gingen wir mit leisen Schritten auf das mysteriöse Licht zu. Doch entgegen unserer Erwartung war es kein Tier, sondern eine Box. Wir nahmen sie mit in unser Zelt und versuchten sie zu öffnen. Wir überlegten lange wie wir sie öffnen sollten, doch plötzlich kam Julia auf eine Idee. „Ich könnte es ja mit meiner Haarspange versuchen“, sagte sie nachdenklich. Ich war eigentlich der festen Überzeugung das das nicht funktionieren würde, aber trotzdem wollte ich der Idee ein Versuch geben. Und Tatsache sie schaffte es. Sie machte die Box auf und gab erst mal keinen Ton von sich. „Und...was ist dort drin?“, fragte ich sie ängstlich. „Es ist nur ein Brief“, sagte Julia lachend. „Na dann, lies vor!“, antwortete ich neugierig. Sie fing an zu lesen: „Liebe Finder, ihr seit auserwählt worden unsere Stadt zu retten. Ich weiß das klingt alles ziemlich unrealistisch, aber trotzdem solltet ihr diesen Brief ernst nehmen. Es wirkt alles ziemlich friedlich, doch das ist es nicht. In der Zukunft sieht alles ganz anders aus. In dieser Box befinden sich außer diesem Brief noch zwei Armbänder mit denen ihr in die Zeit kurz vor dem Geschehen teleportiert werdet. Das einzige was ihr tun müsst ist, den Anführer der Roboter zu finden und ihn zu bekämpfen. Das tut ihr indem ihr das heilige Wasser der Oase der Großstadt finden und es über ihn schüttet. Dann wird alles wieder normal sein und ihr könnt wieder in eure Zeit zurück kehren.“ Wir waren kurz sprachlos, doch nach kurzer Zeit fing Julia wieder an zu reden. „Glaubst du an so einen Schwachsinn?“, sagte sie lachend. „Ich weiß nicht vielleicht sollten wir diesen Brief wirklich ernst nehmen“, sagte ich unsicher. „Das ist doch alles Schwachsinn, ich meine woher sollte Derjenige wissen das jemand diese Box vor dem Geschehen finden wird? Er wollte bloß den Jenigen die es finden einen Schrecken einjagen, mehr nicht“, sagte sie. „Wir können es zu mindestens mal probieren“, antwortete ich ihr. Ich weiß nicht was in mich gefahren war. Normalerweise glaubte ich an so etwas nicht, aber irgendwas machte mich neugierig. „Okay wieso nicht“, sagte Julia lachend. Also zogen wir die Armbänder an. Eine lange Zeit passierte nichts, doch plötzlich wurde uns beiden ganz schwindelig. Es passierte alles viel zu schnell als wenn ich mich daran erinnern könnte, doch plötzlich waren wir an einem ganz anderen Ort. Wir sahen uns beide um und merkten das es unsere Stadt war, nur in der Zukunft. Alles sah ganz anders aus. Es gab fliegende Autos, keine Bäume waren mehr zu sehen und Menschen ebenfalls. Staat dessen waren überall nur noch Roboter. War es das wovor uns der Brief warnen wollte? Wollte er das wir verhindern das die Roboter die Macht über die Menschen übernahmen? „Ich glaube wir sollten uns tarnen“, flüsterte ich Julia nervös zu. Sie nickte und wir verschwanden beide hinter einem großen Gebäude. Anscheinend hatten wir Glück und vor uns standen viele große Container mit alten Ersatzteilen von Robotern. Also bastelten wir uns ein Kostüm und schlüpften dort rein. „Das war doch ziemlich einfach“, sagte Julia. „Naja, einfach ist was anderes unsere Hände sind jetzt voller Öl“, sagte ich angewidert. „Hör auf so negativ zu denken, zu mindestens haben wir es jetzt geschafft uns zu tarnen und das Öl geht beim nächsten Händewaschen weg“, sagte sie mit einem lächeln im Gesicht. Ich hab sie schon immer dafür beneidet das sie in solchen Situationen gelassen blieb, ich neige eher dazu Panik zu schieben als nach einer passenden Lösung zu suchen. „Okay, wo könnte in dieser Stadt wo Bäume und Pflanzen scheinbar ausgestorben sind eine Oase sein?“, sagte ich nachdenklich. „Wir müssen eigentlich nur logisch denken, immer hin ist es immer noch unsere Stadt.“, sagte sie. Da hatte sie gar nicht so unrecht wir mussten nur scharf nachdenken. „Vielleicht liegt sie irgendwo abseits der Stadt, da wo sie niemand erwarten würde“, sagte Julia. Ihr Gedankengang war gar nicht so schlecht. Anscheinend ist den Robotern bewusst das dieses Wasser sie zerstören würde, deswegen müsste es irgendwo am Rand der Stadt sein, dort wo es für keinen eine Gefahr darstellen würde. Uns ging beiden sofort ein Licht auf und wir schrien gleichzeitig laut auf: „Der Rosensee!“ Ohne nachzudenken rannten wir sofort beide los und waren nach wenigen Minuten angekommen. Und Tatsache wir hatten Recht. „Isabella das ist ja alles schön und gut, aber wo hin füllen wir jetzt das Wasser?“, sagte sie unsicher. Wir hatten keine andere Wahl als eines unserer Kostüme zu zerstören. Also entfernte ich meinen Roboterarm und füllte ihn bis zum Rand mit dem so genannten heiligen Wasser. Der erste Schritt war getan, jetzt müssten wir nur noch den Anführer finden und das sollte alles andere als leicht werden. „Isabella, siehst du dieses hohe Gebäude“, sagte sie. Ich schaute mich um und entdeckte es sofort, immerhin war es das größte Gebäude der Stadt und kaum zu übersehen. „Ich vermute das dort das Hauptquartier von dem Anführer ist. Wenn ich recht habe müssten wir uns nur noch einen Plan überlegen wie wir uns dort rein schmuggeln wollen“, sagte Julia überzeugend. Wie überlegten lange doch plötzlich kam mir ein Licht auf. „Wir könnten so tun als hätten wir ein Geschenk für den Anführer und sagen das wir ihn unbedingt sprechen wollen würden. Wenn wir mit ihm alleine währen müsste einer von uns ihn zu texten und der andere würde langsam hinter ihn verschwinden und ihm das Wasser über den Kopf schütten“, sagte ich. „Gar nicht so eine schlechte Idee, aber was tun wir wenn alles in die Hose geht?“, fragte Julia. „Dann können wir immer noch mit den Armbändern in unsere Zeit zurück kehren“,antwortete ich ihr selbstsicher. „Na dann haben wir ja nichts zu verlieren“, sagte Julia mit einem lächeln im Gesicht. Nach diesen Worten rannten wir los und Tatsache wir hatten Recht es war das Quartier vom Anführer der Roboter. Unser Plan funktionierte am Anfang wie geschmiert, wir wurden reingelassen und zum Anführer geführt, doch das sollte nicht so bleiben denn immer hin war der schwierigste Teil noch vor uns. Ihr müsst wissen das Julia eine ziemliche Labertasche ist, das heißt wenn sie anfängt zu reden kann es viele Stunden dauern bis das Gespräch beendet ist. Deswegen war sie die perfekte Ablenkung. Als wir in den Raum reinkamen, bemerkten wir gleich die Käfige mit Menschen. Alleine mit unseren Blicken signalisierten wir uns das wir sie unbedingt befreien mussten. So fing Julia also an zu reden, doch genau dann als ich dem Roboter das Wasser über den Kopf schütten wollte schrie er: „Hey, wo ist der kleine Roboter hin?“ Doch dann war es schon zu spät ich schüttete ihm das Wasser über den Kopf und er ging sofort aus. Ich klaute ihm den Schlüssel und befreite so die Menschen aus den Käfigen. Doch so leicht sollten wir nicht davon kommen. Sofort als der Roboter außer Betrieb war schaltete sich ein Alarm ein und um die 50 Roboter standen vor uns. Wir dachten das wäre der Untergang für uns, bis plötzlich die Menschen hinter uns riefen: „Auf sie!“ Alle rannten ohne zu zögern los und wir rannten natürlich mit. Zusammen schafften wir es alle Roboter umzulegen und aus dem Gebäude zu rennen. Als wir draußen waren fragte uns eine Frau misstrauisch: „Wieso habt ihr uns gerettet wenn ihr selbst Roboter seit?“. Genau in dem Moment zogen wir unsere Verkleidung aus und die Menschenmasse fing an zu jubeln. „Wir müssen ein Fest feiern“, schrien sie. „Wir würden sehr gerne bleiben, doch wir müssen leider gehen“,sagte ich traurig. Bevor sie etwas sagen konnten waren wir schon in unserer Zeit zurück. Uns war es egal das niemand wissen würde das wir es waren die die Menschheit gerettet haben, wir waren einfach glücklich das wir es geschafft hatten.

Kommentare :

  1. Wow, wie schön!
    Ich bin immer total neidisch, wenn Leute so toll mit Worten umgehen können! :)
    War richtig toll zu lesen. :)

    ❤, Sabrina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön ^^! Ich wette du kannst auch gut mit Wörtern umgehen :).

      Löschen
  2. Mega schön geschrieben :)

    Du hast übrigens eine neue Leserin (anonym)
    Ich würde mich freuen, wenn du auch auf meinem Blog vorbei schauen würdest :)
    Liebe Grüße
    Charlotte
    www.lasweetcharlotte.blogspot.de

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jedes einzelne eurer kreativen und netten Kommentare. Kritik ist auch gerne gesehen :).